back
Du hast oft keine Zeit oder keine Nerven zum Einsingen, bzw. um Deine Stimme vor einem langen Sprechtag aufzuwärmen?

Kein Problem! Ich gebe Dir hier ein paar Tipps, die Du wirklich problemlos in Deinen Alltag integrieren kannst und die nahezu überall möglich sind.
Alles, was Du dafür brauchst, sind knapp 5 bis 10 Minuten.


1. Ankommen auf "f" (ca. 2 bis 3 Minuten):
Diese Übung kannst Du im Sitzen oder Stehen machen und bezieht sich auf Deine Atmung.
Du atmest einige Male durch die Nase ein und durch den Mund auf dem Strömungslaut "f" aus.
Fertig. ;)

Beachte bitte unbedingt dabei, dass jede Ein- und Ausatmung von ganz allein kommen und gehen darf! Führe Deine Atmung also nicht, sondern folge den natürlichen Atem-Impulsen Deines Körpers.
Atmen können wir nämlich von Geburt an sowieso, allerdings verlieren wir durch unseren Alltag und Stress oft den Kontakt zu unserer natürlichen Atmung, was sich auch negativ auf unsere Stimme auswirken kann. Den Kontakt können wir mit dieser kleinen Übung, sofern wir sie regelmäßig praktizieren, leicht wieder herstellen.

Warum denn Atmung üben, wenn ich singen oder sprechen will?
Gute Frage! Wir singen und sprechen auf der Ausatmung, d.h. Luft strömt durch die Luftröhre nach oben und bringt dabei unsere Stimmlippen zum Schwingen; also zum Öffnen und Schließen. Dadurch wird unser Ausatem-Strom in Schallwellen zerhackt (Bis zu etwa 300x pro Sekunde!!), die wir dann als zusammenhängenden Ton wahrnehmen.
(Das bemerkst Du ganz schnell, wenn Du z.Bsp. Treppen hinauf gestürmt bist oder Dich allgemein schnell bewegt hast und sofort etwas sagen oder singen möchtest: Geht nicht so gut, da die Atmung sich erstmal beruhigen muss.)
Es macht also Sinn, den Atem in eine Ruhe zu bringen und sich mit ihm zu verbinden, DENN: Je besser Dein Kontakt zum Atem ist, desto besser können die Stimmlippen ihre Arbeit ganz natürlich machen.


2. Lippenflattern (ca. 3, 4 Minuten)
Früher habe ich als Kind ab und zu "Pferd" gespielt. ;) Genau dieses "Schnauben" ist die Grundlage dieser hoch effektiven Einsingübung, die auch wunderbar für das Sprechen funktioniert!
Zunächst einmal geht es darum, die Lippen in Bewegung zu bekommen, d.h. Du atmest in Ruhe ein und schnaubst ein paar Mal kurz wie ein Pferd. Die Lippen hälst Du dabei nicht zu lose und nicht zu fest.

Anschließend gibst Du mehr Atem dazu und verlängerst das "Schnauben" etwas.
Im nächsten Schritt lässt Du "den Motor laufen", d.h. Dein "Schnauben" wird immer ein kleines Bisschen länger. Du kannst dabei bemerken, wie Dein Zwerchfell arbeitet, z.Bsp. indem Du eine Hand auf die Region über Deinem Bauch legst.

Achtung:
Nicht jedeR kommt damit sofort gut klar. Es kann helfen, dabei zum Einen zu probieren, die Mundwinkel gaaaanz leicht nur (!) nach unten zu ziehen oder zum Anderen beide Zeigefinger an die jeweilige rechte und linke Fläche neben den Lippen zu legen.

Machst Du diese Übung zum ersten Mal, sei einfach etwas geduldig, wenn es nicht gleich funktioniert. Die benötigte Lippenspannung ergibt sich meist von selbst, indem man es ein paar Mal probiert.
Machst Du das ein paar Tage hintereinander, wirst Du sicher bemerken, dass es schließlich leichter und das "Schnauben" länger wird. (Was wir hier ausloten, ist das Verhältnis Lippenspannung zu Atemstrom - das braucht manchmal einen Moment.)

Tust Du Dich damit schließlich leichter, fügst Du diesem stimmlosen Sound einen Ton, der Dir angenehm ist (nicht zu hoch, nicht zu tief), hinzu.

Dann kannst Du verschiedene Tonhöhen ausprobieren:
Stell Dir einfach vor, dass Du eine gebundene Welle aus Tönen, Tonhöhen lippenflatterst. Du verbindest alle Töne dabei also geschmeidig miteinander und stoppst nicht bei jedem neuen Ton. Du slidest quasi ganz entspannt von oben und nach unten mit vielen Teiltönen und zurück.
(Ein weiteres Bild oder Metapher zum besseren Vorstellen der Übung ist auch das Nachmachen des Signals einer Sirene.)

Lippenflatter` ein bisschen und sage oder singe im Anschluss direkt etwas. Hat sich Dein Sound verändert?

Was ist der anatomische, bzw. physikalische Hintergund der Übung?
Durch das Öffnen und Schließen der Lippen während Du mit Tönen flatterst, passiert ganz automatisch ein Druckausgleich auf Stimmlippenebene - das ist wie eine Massage für die Stimmbänder, die gut tut und u.a. die Durchblutung anregt.

Diese zwei Übungen kannst Du auch immer wieder mal zwischendurch machen, um der Stimme Entspannung zu verschaffen.

Das war`s schon! ;)

3. Wenn Du noch ein paar Minuten Zeit hast: Mach` einfach einen Song an, der Dir gefällt, und lippenflattere die Melodie dazu mit. Das macht gute Laune, und Du hast nicht das Gefühl, dass du "üben musst"!
Wichtig hierbei ist, dass Du nicht in "Wörtern denkst", sondern die Melodie-Töne immer miteinander verbindest und vor allen Dingen atmest, wenn Du es möchtest, brauchst und fühlst.
Du kannst gern in Ruhe einatmen und an jeder beliebigen Stelle wieder in die Melodie einsteigen- es geht nicht darum, die Wörter zu flattern sondern der Stimme die Chance zu geben, jede Tonhöhe des Songs ungefähr mal durchschwommen zu haben.
In der Musik sagt man dazu auch legato, also gebunden.

TIPP für viel-Singer und -Sprecher: Kennst Du schon LAX VOX®?
"LAX VOX® ist die einfache, schnelle und effektive Stimmübung. LAX VOX® eignet sich ideal zur täglichen Stimmpflege und Entspannung. Es optimiert dein Stimmtraining und fördert die Regeneration bei Heiserkeit, Stimmermüdung und Stimmstörungen."
(Quelle: www.laxvox.de)

Ich arbeite seit Jahren sehr viel mit dem "Schlauch", und mittlerweile singe ich mich fast nie mehr ohne ihn ein! Er ist übrigens auch ein tolles und sanftes Tool, um "zu hohe" oder "zu tiefe" Töne zu trainieren.

Wenn Du Lust hast, LAXVOX auszuprobieren, nimm` gern Kontakt mit mir auf, und ich zeige Dir, was Du beim "Blubbern" beachten solltest und wie Du ihn zur Vorbereitung von Songs einsetzen kannst.

das könnte dich auch interessieren:

schließen
schließen

Kontakt

* PFLICHTFELDER
Thank you!
Ihre Nachricht wurde gesendet.
zur startseite
Oops!
Da lief etwas schief. Bitte versuchen Sie es erneut. Grazie mille!