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Singst Du schon oder denkst Du noch?

"Sabine, hast Du eine Übung für mich, mit der ich jetzt ganz schnell aus meinem Gedanken-Pingpong raus komme?"

JA!!!

In meiner Arbeit als Gesangslehrerin begegnet mir immer wieder die Situation, dass GesangsschülerInnen zu mir kommen und sich aus verschiedensten Gründen nicht sofort auf die Arbeit mit der Stimme und dem Körper einlassen können. Entweder waren sie bis vor ein paar Minuten noch in der stressigen Arbeit, Dinge haben nicht funktioniert, Menschen waren anstrengend oder sie saßen den ganzen Tag vor dem Home Office-Bildschirm, und der Kopf glüht noch, der Verkehr war der Horror oder es gab privat aufwühlende Erlebnisse ... frei nach dem Motto: "Irgendwas ist ja immer."! ;)

Ich hab` da mal was für vorbereitet:

Die folgende Übung - ich nenne sie "DIE FUSS-SEQUENZ" - kannst Du überall und jederzeit machen!
Alles, was Du dafür brauchst, sind 5 Minuten und einen Ort, an dem Du jeweils 4, 5 Schritte vor und zurück machen kannst.
(Solltest Du Probleme mit Deinen Füßen haben, könnte diese Übung eventuell nicht ideal für Dich sein. Probiere sie einfach aus und entscheide, ob sie etwas für Dich ist.)

Los geht´s!

1. IM STEHEN EIN- UND AUSATMEN:
Stell` Dich gemütlich aufgerichtet in Socken oder barfuß hin.
Schließe Deine Augen, atme tief ein und aus; falls möglich durch die Nase ein und auf ein locker geführtes "f" aus.
Jeder Atemzug kommt und geht ganz von allein.
Enstpanne Deinen Unterkiefer, die Zunge liegt, Gesichtszüge weich werden lassen, Kniegelenke locker, Hals-Nacken-Bereich flexibel.

Gehe nun in Kontakt mit wie Du stehst: 
Wie ist die Gewichtung auf Deinen Füßen? Gibt es Tendenzen? (Zum Beispiel, dass Du vom Gewicht her eher auf dem linken oder dem rechten Fuß stehst oder mehr auf den Fersen oder vielleicht kippst Du gefühlt etwas nach vorn oder stehst auf den Außenkanten Deiner Füße?)

2. AUF DEN ZEHENSPITZEN VOR- UND ZURÜCKLAUFEN:
Wenn Du das wahrgenommen hast ohne es zu korrigieren, öffnest Du Deine Augen und kommst auf Deine Zehenspitzen. Dann läufst Du einige Male auf den Zehenspitzen zügig, aber ohne Stress, ein paar Schritte vor und zurück.
Achte dabei darauf, dass Du Deinen Oberkörper locker und flexibel und auch Deinen Hals und Nacken beweglich lässt.

3. AUF DEN FERSEN VOR- UND ZURÜCKLAUFEN:
Laufe auf den Fersen ein paar Schritte vor und zurück.
Wichtig auch hier: Bleibe immer achtsam in Kontakt mit Deiner Atmung. Einatmen, ausatmen.
Lass` den Oberkörper los.
(Kompensiere dieses "ungewöhnliche Laufen" nicht mit dem Oberkörper sondern löse es, indem Du z.Bsp. die Beine mehr hebst.)

4. AUF DEN AUSSENSEITEN DER FÜSSE VOR- UND ZURÜCKLAUFEN:
Laufe auf den Außenseiten Deiner Füße ein paar Schritte vor und zurück.
Bleib` gemütlich aufgerichtet.
Dein Oberkörper ist frei!
Die Arme hängen locker nach unten.

5. AUF DEN INNENSEITEN DER FÜSSE VOR- UND ZURÜCKLAUFEN:
Laufe auf den Innenseiten Deiner Füße ein paar Schritte vor und zurück.
(Das ist erfahrungsgemäß für die meisten der ungewöhnlichste Teil der Übung.)
Auch hier: Kontakt mit der Atmung, lass` den Oberkörper in Ruhe, Gesichtszüge locker.

6. STEHEN BLEIBEN, AUGEN SCHLIESSEN, SPÜREN, ATMEN:
Bleib` stehen, schließe Deine Augen, atme ein und aus und gehe in Kontakt mit Deinen Füßen: Hat sich etwas verändert?

Was Du jetzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bemerken wirst, ist, dass:
- Du Dich "mittiger" fühlst
- Du Dich "geerdeter" fühlst
- Du Dich stabiler fühlst
- die vorher spürbare Tendenz eines bestimmten Gewichtsschwerpunktes sich (fast oder gar ganz?) aufgelöst hat UND:
- Du die ganze Zeit während dieser Übung überhaupt NICHT mehr im Kopf warst und nahezu ausschließlich an das körperliche Tun gedacht hast.
Stimmt`s? ;)
Mission accomplished.

Wenn Du mehr Übungen kennenlernen möchtest, sprich` mich einfach an!
Ich bin gern online oder im Präsenzunterricht für Dich da.

PS: Diese Anleitung gibt es übrigens auch als VIDEO HIER! ;)

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